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Trinnov Altitude CI ist Trinnovs Antwort auf eine Frage, die in der Heimkinowelt lange offen war: Wie bekommt man den typischen Trinnov-Werkzeugkasten aus Optimizer, Remapping und WaveForming in ein kompakteres, installationstaugliches Format – und zwar so, dass das System später mitwachsen kann, ohne dass man gleich das komplette Gerät tauscht. Vorgestellt wurde sie auf der CEDIA 2025 als eines der großen Highlights, inzwischen ist sie als Serienprodukt im Feld und bringt zwei Dinge sichtbar zusammen: die neue Trinnov-Oberfläche mit geführtem Workflow und eine Plattformlogik, bei der die Kanalanzahl nicht mehr „in Stein gemeißelt“ ist, sondern per Software-Freischaltung Schritt für Schritt erweitert werden kann. Wichtig für die Einordnung: Die Altitude CI ist bewusst anders gedacht als eine Altitude16/32, weil sie deutlich stärker auf netzwerkbasierte Signalwege und professionelle Rack-Infrastruktur optimiert ist – mit weniger HDMI-Eingängen, dafür mit klarer AoIP-Ausrichtung.
Technische Daten:
Kanalanzahl: von 8 bis 32 Ausgabekanäle, erweiterbar in 2-Kanal-Schritten per Software-Freischaltung; 64-Kanal-Variante als Build-to-Order ab 2026 angekündigt
Audio-Architektur: softwarebasierte 64-Bit-Floating-Point Verarbeitung
Abtastrate: bis 192 kHz (kanalabhängig)
Decoder: Dolby Atmos, DTS:X Pro, Auro-3D, IMAX Enhanced
Upmixer: Dolby Surround, DTS Neural:X, Auro-Matic
HDMI: 4 Eingänge / 2 Ausgänge, HDMI 2.1, HDCP 2.3
HDMI Bandbreite: 40 Gbps auf allen Ein- und Ausgängen
Video: bis 8K/60 (4:2:0), bis 4K/120 (4:4:4, je nach Signal)
HDR: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG
Gaming/Features: VRR, FRL, ALLM, OSD, Full Pass-Through, ARC/eARC
Audio-Eingänge: Dante bis 32 Kanäle
Audio-Eingänge: AES/EBU bis 32 Kanäle über 2× DB25
Audio-Eingänge: S/PDIF 1× koaxial, 1× optisch
Mikrofon: 3D-Mikrofon Anschluss über Ethercon (inkl. Stromversorgung)
Audio-Ausgänge: Dante bis 32 Kanäle
Audio-Ausgänge: AES/EBU bis 32 Kanäle über 2× DB25
Audio-Ausgänge: 8× symmetrisch analog über 1× DB25
Analog-Ausgangspegel: bis +18 dBu
THD+N (Analogausgang): 110 dB (1 kHz, 0 dBFS, 20 kHz Bandbreite)
Dynamikbereich (Analogausgang): 115 dB A-gewichtet (Referenz +18 dBu)
Routing: frei zuweisbare Kanal-zu-Ausgang-Matrix, Ausgänge wahlweise analog, digital oder AoIP
Netzwerk/AoIP: Dante mit AES67-Kompatibilität (u. a. für professionelle Zuspieler/Server-Umgebungen)
Ethernet: 3× Gigabit Ports (1× RJ45, 2× SFP-Cages), 1× RJ45-SFP-Modul liegt bei
Netzwerkmodi: integrierter Switch, isolierte Netze oder redundante Pfade
Raumoptimierung: Optimizer, WaveForming und Remapping inklusive
Kalibrierung: geführter Setup-/Calibration-Workflow, automatische Mic-Compensation-File Einbindung
Steuerung: Trinnov App (macOS/Windows), Web-UI, Mobile-Apps (iOS/Android)
Integration: Treiber/Anbindung für Crestron, Control4, Savant, RTI, AMX, Nice, AVA
Physische Steuerung: IR-Eingang (3,5 mm, IR-Receiver enthalten), RS-232
Trigger: 1× Eingang, 4× programmierbare Ausgänge
IR-Fernbedienung: optional
Front: 5-Zoll Touchscreen (Status/Diagnose/Basisfunktionen)
Gehäuse: 2 HE, Rack-mount, abnehmbare Rack-Ohren/Füße
Abmessungen ohne Ohren/Füße (B×H×T): 438 × 88 × 371 mm
Abmessungen mit Ohren/Füßen (B×H×T): 482 × 97 × 371 mm
Gewicht: 8,6 kg
Netzteil: 100–240 V Auto-Switching
Leistungsaufnahme: max. 140 W, Leerlauf/Idle 0,5 W
Kühlung: temperaturgeregelte Abluft-Lüfter
Heat Output: 480 BTU/h (max. Last)
Kaufempfehlung:
Nachdem wir die Altitude CI zum Spaß mal an ganz normale Einstiegslautsprecher gehängt haben – in einem akustisch optimierten Raum – lehnen wir uns hier wirklich aus dem Fenster: Diese Vorstufe ändert die Spielregeln. Die Kombination aus dem hervorragenden Optimizer-System, dem sehr guten Grundklang, den vielen Einstellmöglichkeiten und der schieren Konsequenz des Konzeptes sorgt dafür, dass man nicht „irgendwie“ ein Heimkino baut, sondern ein System, das sich präzise formen lässt. Und genau das ist der Punkt, der in der Praxis alles entscheidet: Nicht das Datenblatt gewinnt, sondern wie gut Sie das Ergebnis in Ihrem Raum wirklich kontrollieren können.
Ja, der Grundpreis liegt im Vergleich zu einer Marantz AV30 deutlich höher – grob mehr als das Dreifache. Nur: Hier ist es aus unserer Sicht auch gerechtfertigt. Erstmals gibt es jetzt eine High-End-Vorstufe, die klanglich keinem anderen Gerät nachsteht und gleichzeitig in eine Preisklasse rutscht, die früher für diese Qualität schlicht nicht erreichbar war. Unter 10.000 Euro stößt die Altitude CI eine neue Tür auf, weil sie Ihnen nicht abverlangt, mehr Hardware zu kaufen als Sie tatsächlich benötigen. Sie starten so kompakt wie Ihr Projekt es hergibt, und wenn das Heimkino später wächst, wächst die Vorstufe per Software-Freischaltung einfach mit. Das ist wie eine hochwertige Einbauküche: Wenn Sie es richtig planen und sauber installieren, begleitet Sie das nicht fünf Jahre, sondern eher zwei oder drei Jahrzehnte.
In unserem Eindruck spielt die Altitude CI sogar minimal stärker als eine reguläre Altitude 16: einen Tick mehr Ruhe, einen Tick mehr Auflösung, das Geschehen löst sich noch etwas selbstverständlicher von den Lautsprechern. Das ist keine Welten-Aussage – aber es ist genau die Art von „kleiner Unterschied“, die man in einem guten Raum sofort merkt und nicht mehr missen will. Einziger Wermutstropfen: Trinnov hat der CI „nur“ acht analoge Ausgänge gegeben, und dafür braucht man passende Spezialkabel. Die bieten wir selbstverständlich an – dafür gibt es bei uns auch den Konfigurator. Wahrscheinlich wusste Trinnov sehr genau, dass 16 analoge Ausgänge die Altitude 16 noch stärker gefährden würden, als es ohnehin schon der Fall ist.
Unterm Strich ist das für uns eine glasklare Kaufempfehlung. Nicht nur das Highlight von 2025, sondern eine Plattform, mit der wir in den nächsten Jahren viele richtig starke Projekte bauen. Und wenn Sie das Ganze konsequent zu Ende denken wollen, beraten wir Sie gerne zu passenden Endstufen. Besonders naheliegend ist die Dante-Version der Amplitude16: Für einen überschaubaren Aufpreis gegenüber der analogen Version bekommen Sie einen komplett digitalen Signalpfad, 16 sehr hochwertige Kanäle und eine Kombination, die in der Praxis schlicht brutal gut funktioniert – und das in einer Preisregion, die früher allein für manche Prozessoren aufgerufen wurde.