Trinnov Altitude CI: Modulare AV‑Vorstufe für flexibles Heimkino (8 Kanäle, bis 32 erweiterbar)

Trinnov Altitude CI: Modulare AV‑Vorstufe für flexibles Heimkino (8 Kanäle, bis 32 erweiterbar)

Trinnov Altitude CI: Revolutionäre, modulare AV‑Vorstufe für flexibles Heimkino

Auf der CEDIA 2025 präsentierte Trinnov mit der neuen Altitude CI ein Produkt, das viele Heimkino‑Enthusiasten als kleine Revolution bezeichnen: Eine kompakte AV‑Vorstufe, die bei nur 8.000 Euro (zzgl. MwSt.) als 8‑Kanal‑Basisgerät startet, aber per Lizenz auf bis zu 32 Kanäle erweitert werden kann. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Features zusammen, erklären das neuartige Lizenzmodell, gehen auf Audio over IP (Dante/AES67) vs. analoge Ausgänge ein und zeigen, für welche Anwender die Altitude CI besonders geeignet ist.

Wesentliche Merkmale der Trinnov Altitude CI

  • Basismodell: 8 Kanäle, Preis: 8.000 Euro plus MwSt.
  • Hardwarefähig: bis zu 32 Kanäle (via AES/EVU oder Dante/AES67) – Erweiterung per Lizenz
  • Flexible Ausgänge: wählbar zwischen analogen oder digitalen Ausgängen beim Kanal‑Upgrade
  • Verfahrung: gleiche Trinnov‑Audio‑Technologien und Rechenleistung wie größere Modelle
  • Neue Messmikrofon‑Generation mit EtherCon‑Anschluss, Phantomspannung und automatischer Kalibrierungs‑Ingestion
  • Sehr leises Kühlsystem, für den Einbau in Wohnräumen geeignet

Modulares Lizenzmodell: Nur zahlen, was Sie brauchen

Ein zentrales Verkaufsargument der Altitude CI ist das Lizenzmodell: Die Box ist hardwareseitig bis 32 Kanäle fähig, Kunden bezahlen jedoch erst für die Kanäle, die sie tatsächlich nutzen möchten. Das ist gerade für Installationen interessant, bei denen das Budget und die Skalierbarkeit eine Rolle spielen. Trinnov betont, dass das Konzept bewusst gewählt wurde, um Kalkulationen zu flexibilisieren: Sie kaufen ein 8‑Kanal‑System und erweitern bei Bedarf – analog oder digital.

Für Besitzer größerer Trinnov‑Systeme lohnt ein Blick auf die Optionen: Wer bereits ein Trinnov Altitude16 besitzt, kennt die klassische Lösung mit vielen analogen Ausgängen. Die Altitude CI zielt dagegen auf Kunden, die modular wachsen möchten oder eine modernere, IP‑basierte Infrastruktur planen.

Dante / AES67 (Audio over IP) vs. analoge Ausgänge: Empfehlungen

Trinnov betont eine klare Empfehlung: Für die bestmögliche Audioqualität bleibt die analoge Verbindung (oder klassische digitale Punkt‑zu‑Punkt‑AES) die bevorzugte Lösung. Audio over IP (Dante/AES67) bietet vor allem Komfort und eine vereinfachte Verkabelung in komplexen Installationen – Qualitätseinbußen sind nicht zwangsläufig hörbar, aber technisch bedingt gibt es Aspekte wie Sample‑Rate‑Konvertierung und unterschiedliche Clock‑Domänen, die berücksichtigt werden müssen.

Wichtig dabei ist: Dante/AES67 ist nicht in erster Linie ein Qualitätsgewinn, sondern ein Architektursgewinn. Wenn Sie viele Kanäle über große Entfernungen oder in komplexen Gebäudestrukturen verteilen müssen, ist Audio over IP sinnvoll. In klassischen High‑End‑Heimkinos mit bereits vorhandenen analogen Verstärkern bleibt der analoge Weg die Empfehlung.

Retrofit und Kompatibilität

Ein praktischer Vorteil: Die Dante‑Funktionalität lässt sich über eine Karte auch bei bestehenden Amplitude‑Endstufen nachrüsten – Trinnov beschreibt das als „einfaches Board‑Swap“. Außerdem kommen auf der Dante‑Seite die gleichen ESS Sabre DACs zum Einsatz wie bei den analogen Ausgängen, sodass die Wandlungskette vergleichbar gehalten wird.

Mikrofon, Einmessung und Bedienbarkeit

Die Altitude CI bringt ein überarbeitetes Messmikrofon mit EtherCon‑Anschluss und Phantom‑Speisung. Das Mikrofon kommuniziert direkt mit der Einheit: Kalibrierungsdaten werden automatisch übernommen, ein USB‑Stick entfällt. Das vereinfacht die Einmessung erheblich – zudem kann das System das Mikrofon nur bei Bedarf mit Strom versorgen, was Bedienkomfort und Lebensdauer verbessert.

Bei der Messqualität adressiert Trinnov auch typische Probleme wie Crest‑Factor‑Fehler: Diese entstehen meist durch zu geringe Mess‑Lautstärke oder Umgebungsgeräusche. Die Software erlaubt Anpassungen, um robuste Messungen zu erzielen.

Leistung, Lautstärke und Benutzerinterface

Prozessorisch nutzt die Altitude CI die neue interne Audio‑Core (TAC Board), wie sie auch in der Nova steckt – gekoppelt an eine PC‑Architektur. Das bedeutet: Keine Einbußen bei Processing‑Power oder Delay gegenüber größeren Altitude‑Modellen. Auch auf der Hardwareseite wurde auf Kühlung geachtet: Leise Lüfter und ausreichend Platz im Gehäuse ermöglichen einen Living‑Room‑tauglichen Betrieb.

Die Altitude CI wird initial mit der bestehenden Softwareoberfläche ausgeliefert; ein Update auf die neue UI ist geplant und soll schrittweise ausgerollt werden.

Preis, Verfügbarkeit und Zielgruppen

Mit 8.000 Euro Einstiegspreis ist die Altitude CI deutlich günstiger als ein voll ausgestattetes Altitude 16 (rund 15.000 Euro). Kanal‑Upgrades werden pro Stück lizenziert (Beispiel: 1.000 Euro für zwei zusätzliche Kanäle), sodass sich größere Setups wirtschaftlich skalieren lassen. Die Hardware ist verfügbar; Trinnov erwartet die endgültige Zertifizierung der Codecs (Dolby, DTS, Auro) bis Mitte/Ende November, danach soll die Auslieferung starten.

Zielgruppen sind: moderne Systemintegratoren, Projektinstallationen mit vielen Kanälen, Nutzer, die modular aufrüsten möchten, sowie Heimkino‑Besitzer, die jetzt investieren und später auf Dante/AES67 umsteigen wollen.

Für wen macht die Altitude CI Sinn?

Die Altitude CI ist ideal, wenn Sie:

  • ein flexibles, skalierbares Heimkino‑Setup planen,
  • in Zukunft auf Audio over IP setzen möchten, aber nicht sofort alle Kanäle benötigen,
  • ein kompaktes Gerät bevorzugen, das auch im Wohnzimmer betrieben werden kann.

Wer hingegen die allerreinste Signalqualität ohne zusätzliche Digitalisierungsschritte anstrebt und bereits zahlreiche analoge Endstufen betreibt, bleibt möglicherweise bei traditionellen Altitude‑Modellen besser aufgehoben.

Fazit

Die Trinnov Altitude CI ist ein cleveres, modernes Produkt: modular, technisch leistungsfähig und wirtschaftlich skaliert. Sie verbindet Trinnovs bewährte Mess‑ und Room‑Processing‑Technologien mit einem flexiblen Lizenzansatz und moderner Audio‑Netzwerkunterstützung. Für viele Installationen ist sie daher eine attraktive Alternative – insbesondere dort, wo Skalierbarkeit, Platz und zukünftige Netzwerkarchitektur eine Rolle spielen.

FAQ

1. Wie viele Kanäle unterstützt die Altitude CI?

Die Box startet als 8‑Kanal‑Prozessor. Hardwareseitig sind bis zu 32 Kanäle möglich; Erweiterungen erfolgen per Lizenz und können analog oder digital konfiguriert werden.

2. Ist Audio over IP die bessere Wahl für mein Heimkino?

Audio over IP (Dante/AES67) bietet Vorteile bei großen Installationen und komplexer Verkabelung. Für maximale Klangqualität empfiehlt Trinnov jedoch weiterhin analoge Verbindungen oder direkte digitale AES‑Verbindungen, da Audio over IP zusätzliche Sample‑Rate‑Konvertierungen und Clock‑Management erfordert.

3. Wann ist die Altitude CI verfügbar?

Die Hardware ist verfügbar. Trinnov plant die endgültige Zertifizierung der Codecs (Dolby, DTS, Auro) bis Mitte/Ende November – danach beginnt die Auslieferung.

4. Benötige ich ein neues Messmikrofon?

Ja: Die Altitude CI verwendet ein neues EtherCon‑Mikrofon mit Phantom‑Speisung und automatischer Kalibrierungs‑Erkennung. Das alte Mikrofon mit Batterie wird nicht unterstützt.

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