Wie viele Absorber brauche ich? Eine Berechnungshilfe für Ihr Heimkino

Wie viele Absorber brauche ich? Eine Berechnungshilfe für Ihr Heimkino

Veröffentlicht am: 13. Januar 2026 | Autor: Takeoff Media 24
Eine der häufigsten Fragen, die uns bei der Planung eines Heimkinos gestellt wird, lautet: „Wie viele Absorber brauche ich eigentlich?“ Die Antwort ist entscheidend für das Budget und den Erfolg Ihres Akustik-Projekts. Zu wenige Absorber, und die Probleme wie Echo und unpräziser Klang bleiben bestehen. Zu viele Absorber, und der Raum klingt unnatürlich „tot“ und leblos. Die richtige Balance ist der Schlüssel.
In diesem Ratgeber geben wir Ihnen eine praktische Hilfestellung, um die benötigte Menge an Absorbern für Ihr Heimkino abzuschätzen. Wir erklären die wichtigsten Faktoren, stellen eine vereinfachte Berechnungsmethode vor und geben konkrete Empfehlungen für verschiedene Raumgrößen.

Das Ziel: Die richtige Nachhallzeit

 

Das Hauptziel bei der Installation von Absorbern ist die Kontrolle der Nachhallzeit. Die Nachhallzeit (oft als RT60 bezeichnet) ist die Zeit, die ein Schallereignis benötigt, um nach dem Abschalten der Schallquelle um 60 Dezibel leiser zu werden. Eine lange Nachhallzeit führt zu einem verwaschenen, unklaren Klangbild, da sich die Schallreflexionen überlagern. Eine zu kurze Nachhallzeit lässt den Raum unnatürlich und „klinisch“ klingen.
Für ein Heimkino wird eine relativ kurze Nachhallzeit angestrebt, um eine maximale Klangpräzision und Sprachverständlichkeit zu gewährleisten. Als ideal gelten Werte zwischen 0,3 und 0,5 Sekunden im Frequenzbereich von 250 Hz bis 4000 Hz.

Faktoren, die die Anzahl der Absorber beeinflussen

 

Die benötigte Menge an Absorbern hängt von mehreren Faktoren ab:
1.Raumgröße: Größere Räume haben ein größeres Luftvolumen und längere Nachhallzeiten und benötigen daher tendenziell mehr Absorptionsfläche.
2.Raumoberflächen: Ein Raum mit vielen harten, schallreflektierenden Oberflächen (Betonwände, Fliesenboden, große Fenster) benötigt deutlich mehr Absorber als ein Raum mit vielen weichen, schallabsorbierenden Materialien (Teppichboden, schwere Vorhänge, Polstermöbel).
3.Geplante Lautstärke: Je lauter Sie Ihr System betreiben, desto mehr Schallenergie wird in den Raum eingebracht und desto wichtiger wird eine effektive Absorption.
4.Art der Absorber: Verschiedene Absorber haben unterschiedliche Absorptionsgrade bei verschiedenen Frequenzen. Breitbandabsorber wie unsere sind so konzipiert, dass sie ein breites Frequenzspektrum abdecken.

Eine vereinfachte Berechnungsmethode

 

Für eine erste grobe Schätzung können Sie die folgende vereinfachte Methode anwenden. Bitte beachten Sie, dass dies eine Näherung ist und eine professionelle Akustikplanung nicht vollständig ersetzen kann.
Schritt 1: Berechnen Sie die gesamte Oberfläche Ihres Raumes
Addieren Sie die Flächen aller sechs Oberflächen Ihres Raumes (Boden, Decke und vier Wände).
  • Fläche Boden = Länge × Breite
  • Fläche Decke = Länge × Breite
  • Fläche Wand 1 & 2 = 2 × (Länge × Höhe)
  • Fläche Wand 3 & 4 = 2 × (Breite × Höhe)
Gesamtoberfläche (Ages) = 2 × (Länge × Breite + Länge × Höhe + Breite × Höhe)
Beispiel: Ein Raum mit 6 m Länge, 4 m Breite und 2,5 m Höhe hat eine Gesamtoberfläche von 94 m².
Schritt 2: Bestimmen Sie die benötigte Absorptionsfläche
Eine gängige Faustregel für Heimkinos besagt, dass 20% bis 30% der gesamten Raumoberfläche mit Absorbern bedeckt sein sollten, um eine gute Nachhallzeit zu erreichen. Für einen Raum mit überwiegend harten Oberflächen sollten Sie eher mit 30% rechnen, für einen bereits gut möblierten Raum mit Teppich eher mit 20%.
Benötigte Absorptionsfläche = Gesamtoberfläche × 0,2 (für 20%) oder × 0,3 (für 30%)
Beispiel: Für unseren 94 m² großen Raum benötigen wir eine Absorptionsfläche von ca. 19 m² (bei 20%) bis 28 m² (bei 30%).
Schritt 3: Berechnen Sie die Anzahl der Absorberplatten
Teilen Sie die benötigte Absorptionsfläche durch die Fläche einer einzelnen Absorberplatte.
Unsere haben in der Regel eine Größe von 1,20 m × 0,60 m, was einer Fläche von 0,72 m² pro Platte entspricht.
Anzahl der Platten = Benötigte Absorptionsfläche / 0,72 m²
Beispiel: Für die benötigten 19 m² wären das ca. 26 Platten (19 / 0,72). Für 28 m² wären es ca. 39 Platten.
Diese Platten sollten strategisch im Raum verteilt werden, mit einem Fokus auf die Erstreflexionspunkte und die Raumecken.
 

Praktische Empfehlungen für verschiedene Raumgrößen

 

Basierend auf unserer Erfahrung haben wir hier einige konkrete Empfehlungen für typische Heimkinogrößen zusammengestellt:

Kleines Heimkino (bis 20 m²)

  • Fokus: Kontrolle der Erstreflexionen und grundlegende Bassabsorption.
  • Empfehlung:

Mittleres Heimkino (20 – 30 m²)

  • Fokus: Umfassende Behandlung von Erstreflexionen, Bass und Nachhall.
  • Empfehlung:
  • Optional : An der Rückwand zur Erhöhung der Räumlichkeit.

Großes Heimkino (über 30 m²)

  • Fokus: Komplette akustische Kontrolle für ein Referenz-Erlebnis.
  • Empfehlung:
  • : Großzügiger Einsatz an der Rückwand und eventuell an der Decke.

Fazit: Planung ist alles

 

Die Bestimmung der richtigen Anzahl an Absorbern ist keine exakte Wissenschaft, aber mit den hier vorgestellten Methoden können Sie eine sehr gute Grundlage für Ihre Planung schaffen. Beginnen Sie mit der Behandlung der Erstreflexionspunkte und der Ecken – dies bringt oft schon die größten Verbesserungen. Von dort aus können Sie schrittweise weitere Absorber hinzufügen, bis Sie mit der Akustik Ihres Raumes zufrieden sind.
Für komplexe Räume mit Schrägen, offenen Bereichen oder besonderen akustischen Herausforderungen ist eine individuelle Planung jedoch unerlässlich.
 
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